Der Anfang von Rettet das Kind Salzburg

Rettet das Kind Salzburg wurde im Jahr 1957 gegründet, mit dem Ziel, ungarische Flüchtlingskinder, die aufgrund der politischen Unruhen in ihrem Land geflüchtet sind, aufzunehmen. Zu diesem Zweck konnte die “Villa Kestranek” südlich des Ortszentrums von St. Gilgen am Wolfgangsee erworben werden. 

Im Jahr 1966 wurde das “Berufsausbildungszentrum St. Gilgen” gegründet. Auf dem Areal der “Villa Kestranek” konnten nun junge Menschen mit Behinderung eine Ausbildung in Hauswirtschaft, Tischlerei, Gärtnerei und in anderen Bereichen absolvieren. 

Der nächste Meilenstein erfolgte im Jahr 1991 mit der Eröffnung des Mädchenwohnhauses “Kleeblatt” in Anif. Inzwischen betreibt Rettet das Kind Salzburg 10 Wohneinrichtungen und bietet damit jenen jungen Menschen ein Zuhause auf Zeit, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht in ihren Familien aufwachsen können. 

Neue Wege für die Zukunft

Mit Anfang 2015 endete die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung in St. Gilgen, um mit einem neuen Konzept - der wirtschaftsintegrativen Berufsausbildung in Unternehmen der freien Wirtschaft, kurz WIBA genannt - durchzustarten. Unter dem Motto “Jeder Mensch hat das Recht auf eine selbstbestimmte und unabhängige Zukunft” bietet dieser neue Bereich nun jungen Menschen mit Lernschwächen, leichten kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, berufliche Unabhängigkeit zu erlangen. 

Eine weitere wesentliche Erweiterung in unseren Aufgabenbereichen erfolgte im Jahr 2019. Der neue Fachbereich SELF (Sozialpädagogische Einzelbetreuung mit Lern- und Freizeitbetreuung) wurde geschaffen. Im Mittelpunkt stehen hier die Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen ambulant, in deren Familien. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung des Selbstwerts und Förderung der Selbständigkeit. Aktuell betreuen wir rund 650 Kinder und Jugendliche in allen Bezirken des Bundeslandes Salzburg.